Sicherheit
Zugangscode: wann er sinnvoll ist und was er nicht kann
Ein Wort vor dem Album hält weitergeleitete Links draußen. Es hält aber nicht das Bild auf, das ein Gast schon heruntergeladen hat. Der Unterschied ist wichtig.
Ein Gästealbum ist normalerweise durch genau eine Sache geschützt: eine Adresse, die niemand errät. Das reicht für die meisten Feiern: Der Link steht auf einem Schild im Saal, und wer im Saal steht, war eingeladen.
Manchmal reicht es nicht. Dafür gibt es den Zugangscode: ein Wort, nach dem das Album fragt, bevor es sich öffnet.
Wie er sich verhält
- Einmal eingeben, dann Ruhe. Der Gast tippt den Code beim ersten Besuch, danach merkt sein Browser die Freischaltung. Auf demselben Gerät fragt das Album nicht wieder.
- Ihr werdet nie gefragt. Als angemeldete Gastgeber und Mit-Gastgeber geht ihr immer durch. Nach dem eigenen Code gefragt zu werden wäre Theater.
- Code ändern heißt: alle wieder raus. Die Freischaltung im Browser hängt am Code selbst. Ändert ihr ihn, sind alle bisherigen Freischaltungen ungültig. Das ist die Notbremse, wenn ein Code an die falsche Stelle geraten ist.
- Er gilt pro Album. Bei mehreren Alben in einem Event kann jedes seinen eigenen haben oder gar keinen.
Eingestellt wird er in den Einstellungen des Albums, maximal sechzehn Zeichen. Leer lassen heißt: kein Code.
Was er wirklich verhindert
Er hält Leute draußen, die nur den Link haben. Das ist häufiger, als man denkt: Der Link wandert in eine Familiengruppe und von dort weiter, das Schild im Hotelfoyer wird von einem Hotelgast fotografiert, die Einladung liegt auf einem Schreibtisch im Großraumbüro.
Mit Code führt der Link nur zu einer Eingabemaske. Das gilt auch für die Live-Wall und für die Datenlisten dahinter: Ein gesperrtes Album liefert nichts aus, nur weil jemand die Adresse kennt.
Was er nicht kann
Er macht Bilder nicht rückwirkend unsichtbar. Wer schon einmal drin war und ein Bild heruntergeladen oder dessen Adresse weitergegeben hat, hat es. Die Bilder selbst liegen aus Geschwindigkeitsgründen auf einem Auslieferungsnetz und werden nicht bei jedem Aufruf neu geprüft. Das ist der Grund, warum ein Album mit vierhundert Bildern in einer Sekunde aufgeht.
Der Zugangscode ist also ein Schloss an der Tür, kein Wasserzeichen auf jedem Bild. Für die Frage „soll das Bild überhaupt sichtbar sein" gibt es andere Werkzeuge: Ausblenden, und bei heiklen Runden die Freigabe vor Veröffentlichung.
Wann wir ihn setzen würden
- Firmenfeier: praktisch immer.
- Vereinsfest mit Kindern: ja, zusammen mit der Freigabe.
- Feier in einem öffentlichen Raum (Hotel, Restaurant, Gemeindehaus), wo das Schild auch von Fremden gesehen wird.
- Große Hochzeit mit weit verteiltem Link: Wenn der Link vorab in Einladungen ging, ist ein Code ein sinnvoller zweiter Riegel.
Und wann nicht: bei kleinen Familienfeiern und überall dort, wo viele ältere Gäste sind. Jede zusätzliche Eingabe kostet Teilnehmer, und ein Code, der auf demselben Schild steht wie der QR-Code, schützt ohnehin nur vor dem weitergeleiteten Link, nicht vor jemandem, der im Raum steht.
Einen guten Code wählen
Kurz, sprechbar, aus dem Anlass: anna-tom, sommerfest25, herbert80. Nicht 1234, und nichts, das man buchstabieren muss. Nennt ihn einmal laut, wenn ihr das Album ansagt. Auf dem Tischaufsteller steht er ohnehin.